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Erstes Halbjahr 2021 mit stabiler Umsatzentwicklung

27. August 2021

Klagenfurt, 27. August 2021; Das Kärntner Unternehmen SW Umwelttechnik schließt an die positive Geschäftsentwicklung der Vorjahre an und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 ein leichtes Umsatzplus sowie solide Ertragszahlen. Begünstigt durch eine gute konjunkturelle Situation und rege Bautätigkeit entwickelte sich insbesondere der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen positiv.

„Seit Jahresbeginn 2021 wurden eine weltweite Verknappung von Baustoffen und damit verbundene Kostensteigerungen deutlich spürbar. Resultierende Mehrkosten, aber auch Projektverzögerungen, sind nun definitiv in der Baubranche angekommen. Die Bauindustrie läuft aber in all unseren Märkten auf Hochkonjunktur und wir sind gut aufgestellt, um das langfristig hohe Potential zu nutzen“, so Klaus Einfalt, Vorstandsmitglied der SW Umwelttechnik.

Die gute Geschäftsentwicklung führte zu einer Umsatzsteigerung in Höhe von 4 %. Der Umsatz der SW Umwelttechnik beträgt für das erste Halbjahr 2021 EUR 43,9 Mio. (VJ EUR 42,1 Mio.). Die Betriebsleistung stieg auf EUR 45,5 Mio. (VJ EUR 43,0 Mio.). Das EBIT liegt mit EUR 4,8 Mio. (VJ EUR 5,1 Mio.) leicht unter dem Vorjahrsniveau. Auch das EBITDA sank auf EUR 6,8 Mio. (VJ EUR 7,0 Mio.). Das Finanzergebnis beträgt EUR -0,4 Mio. (VJ EUR -1,7 Mio.). Aus der Veränderung der FX-Kurse (HUF zu EUR, RON zu EUR) ergeben sich Kursdifferenzen von EUR 0,2 Mio. (VJ EUR -0,9 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich auf EUR 4,4 Mio. (VJ EUR 3,4 Mio.). Auch das Ergebnis nach Steuern liegt mit EUR 3,8 Mio. signifikant über dem Vorjahreswert (VJ EUR 2,9 Mio.).

Segmententwicklung

Der Segmentbericht macht die deutliche Volatilität der Märkte in den Geschäftsbereichen bei den Umsatzerlösen erkennbar: Während der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen in Ungarn und Rumänien durch die gute konjunkturelle Situation und rege Bautätigkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem zweistelligen Umsatzplus um 25 % wuchs, führte die Verzögerung infrastruktureller, öffentlicher Bauvorhaben im ersten Halbjahr 2021 zu einem spürbaren Umsatzrückgang über 16 % im Bereich Tiefbau und Verkehr. Die hohe Bautätigkeit durch Gewerbe und Industrie führte zu einem Umsatz von EUR 26,1 Mio. (VJ EUR 20,8 Mio.) im Bereich Hochbau und Wohnen, was 59 % des Gesamtumsatzes entspricht. Im Geschäftsbereich Tiefbau und Verkehr waren die Umsatzerlöse mit EUR 17,8 Mio. (VJ EUR 21,3 Mio.) rückläufig und machen somit 41 % des Gesamtumsatzes aus.

Aufgrund des Beginns einer neuen EU-Förderperiode wurden Fördergelder im ersten Halbjahr erwartungsgemäß nur verzögert abgerufen, was das Geschäft im Tiefbau und Verkehr in unseren Märkten Rumänien und Ungarn deutlich beeinträchtigte. Dieser Rückgang konnte aber durch starkes Wachstum im Bereich Hochbau und Wohnen mehr als kompensiert werden“, erklärt Einfalt.

In Ungarn wurden trotz leichtem Rückgang im Bereich Tiefbau und Verkehr mit EUR 25,4 Mio. (VJ EUR 24,5 Mio.) solide Umsätze erzielt. Der Anteil Ungarns am Konzernumsatz beträgt damit 58 % (VJ 58 %). Eine leichte Umsatzsteigerung wurde auch in Rumänien realisiert. Die Umsatzerlöse lagen hier im ersten Halbjahr 2021 bei EUR 12,1 Mio. (VJ EUR 11,9 Mio.) und entsprechen somit 28 % (VJ 28 %) des Konzernumsatzes. In Österreich wurde mit stabilen Umsatzerlösen von EUR 5,3 Mio. (VJ EUR 5,0 Mio.) ein Anteil am Konzernumsatz von 12 % (VJ 12 %) erwirtschaftet.

Vermögens- und Finanzlage

Das langfristige Vermögen beträgt per 30.6.2021 EUR 56,9 Mio. (Ultimo 2020: EUR 56,0 Mio.), das kurzfristige Vermögen liegt bei EUR 40,5 Mio. (Ultimo 2020: EUR 29,5 Mio.). Die Bilanzsumme beträgt somit per 30.6.2021 EUR 97,4 Mio. (Ultimo 2020: EUR 85,5 Mio.). Das Eigenkapital per 30.6.2021 lag mit EUR 23,9 Mio. deutlich über dem Wert zu Ende des Geschäftsjahres (Ultimo 2020: EUR 20,6 Mio.). Die Eigenkapitalquote wurde verbessert und beträgt 24,5 % (Ultimo 2020: 24,1 %). Die Verbindlichkeiten betragen per 30.6.2021 EUR 73,5 Mio. (Ultimo 2020: EUR 64,9 Mio.). Davon entfallen EUR 50,8 Mio. auf Finanzverbindlichkeiten (Ultimo 2020: EUR 49,3 Mio.). Die Net Debts liegen mit EUR 48,0 Mio. über dem Vergleichswert (Ultimo 2020: EUR 46,5 Mio.).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

SW Umwelttechnik beschäftigte im ersten Halbjahr 2021 konzernweit durchschnittlich 608 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VJ 590): davon 279 in Ungarn (VJ 275), 272 in Rumänien (VJ 250) und 57 in Österreich (VJ 65).

Verlauf des Gesamtjahres von vielen Risikofaktoren geprägt

Die Entwicklung des zweiten Halbjahres ist schwer abschätzbar, da viele Risikofaktoren die derzeitige Marktentwicklung prägen. Ein Faktor ist COVID-19 und die damit verbundenen Auswirkungen sowie die globale Rohstoffverknappung, die zu Preiserhöhungen bzw. Projektverzögerungen führt und sich auch auf die Geschäftstätigkeit von SW Umwelttechnik auswirkt. In Ungarn ist offen, wie sich die, durch die EU eingeleiteten Maßnahmen auf die Realisierung von Projekten mit EU-Fördergeldern entwickeln und ob weiterhin die geplanten EU-Mittel vollumfänglich zur Verfügung stehen.

„Es ist davon auszugehen, dass der Geschäftsbereich Hochbau und Wohnen auch im zweiten Halbjahr einen stärkeren Konjunkturaufschwung erfährt, während die Bautätigkeit im Bereich Tiefbau und Verkehr aufgrund der aktuell nicht abgerufenen Fördergelder auf niedrigem Niveau bleiben wird. Insgesamt rechnen wir aber nach den drei herausragenden Geschäftsjahren mit einer Geschäftstätigkeit auf hohem Niveau bis zum Jahresende“, so Einfalt.


Über SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
Das 1910 gegründete Familienunternehmen SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG, seit 1997 an der Wiener Börse notiert, entwickelt und produziert Betonfertigteile für den Auf- und Ausbau der Infrastruktur über und unter der Erde – seit 1910 in Österreich, seit 1990 in Ungarn und seit 2001 in Rumänien. So erhöht das Unternehmen die Standortattraktivität und Lebensqualität in Österreich und CEE.

 

Carmela Kassl

Pressekontakt der SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG

ISIN: AT0000808209 (Aktie)
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